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Review Bodnik Mohawk

Ich selbst habe seit etwa zwei Jahren einen Mohawk Chief Hybrid (62“, 55Pfund, Customversion mit speziellen Hölzern) und einen Satz Recurve-Wurfarme (60“, 40Pfund) dazu. Da die Wurfarme und Griffstücke neueren Mohawk-Baujahrs alle untereineander kompatibel sind, kann man frei wählen und nach Bedarf kombinieren. Meine Auszugslänge ist ziemlich genau 28“, so ist das Zuggewicht auf meinen Fingern sehr nah an dem ab Werk angegebenen.



Das Auszugsverhalten ist angenehm weich. Der Mohawk bringt die Pfeile gut auf Tempo, ohne dabei ruppig zu wirken. Ich mag die Form des Griffes. Die schlanke Form passt sowohl für kleinere, als auch für große Hände sehr gut. Der Griff ist steil, aber nicht so extrem wie bei manchem Langbogen.

Vom ersten Moment an hatte ich trotz Whisperstring das Bedürfnis ein paar Puschel in die Sehne einzubauen. Der Bogen ist nicht laut, aber die Sehne vibriert ein wenig nach. Dieses Vibrieren wenn der Pfeil schon aus dem Bogen raus ist störte mich ein wenig, allerdings hat das fast jeder Bogen und der Mohawk ist damit absolut im normalen Rahmen. Trotzdem habe ich ein paar Puschel in die Sehne gebaut.

Bei meinem langen 17“ Riser ist das Bogenfenster weit genug ausgeschnitten, um den Bogen auch problemlos senkrecht schießen zu können. Der Pfeil liegt dabei auf dem Shelf auf. Das Shelf liegt nah über dem Handrücken, das sorgt dafür, das es sich nach einem natürlichen „mit dem Pfeil ins Ziel deuten“ anfühlt.

 

Bodnik Mohawk - No Limits -

- Kein Mindestpfeilgewicht. Das ist bei traditionellen Bögen selten anzutreffen und insofern angenehm, als dass man sich bei der Wahl seiner Pfeile keinerlei Gedanken machen muss und der eigenen Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt sind.
 Ich habe meinen Mohawk mit Pfeilen von 5,7 bis 13gpp (Grain per Pound) getestet. Am besten fühlt sich das Schußverhalten für mich zwischen 8-9 gpp an. In diesem Bereich ist er angenehm komfortabel, ohne zu viel an Leistung einzubüßen. Eine flache, kontrollierbare Flugbahn auf jenseits der 40m ist damit auch noch drin.


- Keine Vorgaben zum Sehnenmaterial. Der Mohawk ist absolut FastFlighttauglich, auch moderne Sehnengarne machen ihm nichts aus. Ich habe viele verschiedene Sehnen auf meinem Mohawk getestet. Von einer 6-Strang Fastflight bis hin zu einer 18-Strang Sehne. Mein Wunsch nach Komfort hat dafür gesorgt, dass ich zur Zeit eine 14-Strang Hybridsehne schieße (Grizzly-String). Diese ist nicht zu ruppig und bringt dennoch die gewünschte Leistung. Die originale Whisperstring ist aber auch eine gute Wahl. Wobei ich bei der Whisperstring im Laufe der Zeit starke Schwankungen in der Fertigungsqualität festgestellt habe, vor Allem betrifft das die Mittenwicklung und die Größe der Sehnenöhrchen.

Der Mohawk hat mich von den Niederlanden durch Österreich bis nach Rumänien begleitet.
Ich war mit meinem Mohawk auf dem ein oder anderen 3D-Turnier. Das hat mir auch hier und da eine Platzierung eingebracht.  Zwei der Turniere waren für mein gewohntes Schießen recht weit gestellt. Es hat sich aber gezeigt, dass der Mohawk genügend Power hat um auch bei meinem kurzen Auszug von 28“ die Pfeile auf weite Distanzen (Bis 91m) sicher und kontrolliert ins Ziel zu bringen.

Fazit:

 

Der Bodnik Mohawk ist ein Bogen der sich angenehm komfortabel und präzise schießen lässt.
 Beim Scheibenschießen in der Halle oder auf dem Fitaplatz macht er eine gute Figur, richtig artgerecht bewegt man ihn aber im 3D-Parcour. Da zeigt er was er kann.