2. Platz in der Klasse LB2
Simon Bode

Ich bin Simon Bode,

 

Gründer und Inhaber von Bode-Shop Bogensport.

 

Ich bin von Kindesbeinen an verbunden mit der Natur, mit dem Bogen streifend durch die heimischen Wälder, bis zum heutigen Tag.

Seit dem haben sich nur zwei Dinge geändert, meine Ausrüstung und meine Schießtechnik.

(Alles wächst und gedeiht mit der Zeit)

 

Ich möchte all die tollen Erfahrungen die ich im Laufe der Jahre gemacht habe mit dir teilen und das Feuer, die Begeisterung für diesen Sport weitertragen.  

 

Ich bin Fachhändler für den traditionellen Bogensport, arbeite europaweit eng mit vielen großen und kleinen Herstellern des traditionellen Bogensports zusammen.
Mir ist es ein Anliegen auch die "Kleinen" zu unterstützen. So arbeite ich mit lokalen Bogenbauern zusammen und mit Menschen die sich im Kleinen auf ein Fachgebiet spezialisiert haben und manchmal erstaunliche qualitative Ergebnisse hervorbringen.

 

Ich biete in vielen Bereichen einzigartigen Service rund um unseren Sport.

 

 z.B.: 

- können bei mir alle lagernden Bögen getestet werden.

- biete ich euch kostenlos und rund um die Uhr auf meinem Youtubekanal einen riesigen Fundus an Wissen, Tips und Tricks.

- Service und ausführliche Beratung perfekt auf deine Bedürfnisse zugeschnitten.

 

 

Ich selbst bilde mich immer weiter fort um dir ein Maximum an Kompetenz bieten zu können.

 

 


Travel the world for archery
Transsilvanien

Traveling the world for archery

 

 

Die Reise:

Montagabend bin ich von einem fünftägigen Trip nach Transsilvanien zurückgekommen. 

Ich war dort um in den Karpaten das viel umschwärmte Killturnier von Henry Bodnik und Bearpaw Romania zu schiessen. 

Ich kannte es nur von Erzählungen. Ich schoss einen Monat zuvor zum ersten Mal das Killturnier in Eisenbach (Deutschland) und war total begeistert. Ich erinnere mich wie Henry zu mir sagte : „Des woar a Fehler, des mocht süchtig“. Auf der fünfstündigen Rückfahrt von Eisenbach nach Hause hatte ich viele Autobahnkilometer Zeit das Wochenende zu resümieren. Als ich schließlich zu Hause eintraf, habe ich mich am selben Abend noch für Rumänien eingeschrieben. 

Der Virus hat mich….

Ich bin von Köln über Wien nach Sibiu, Hermannstadt geflogen. Dort sollte mich jemand am Flughafen einsammeln und mit in die Berge nach Poarta Raiului nehmen. Ich habe am Abend zuvor kurz mit Ihm telefoniert und er sagte mir mit einem Lachen „You will never be safe in Transsilvania“.

Ein Land von dem man nicht nur Gutes in Deutschland hört, dessen Sprache man nicht spricht, dessen Währung man nicht in der Tasche hat, Draculafilme laufen im Kopfkino und diese Ankündigung.

Das fühlt sich sogar in der heutigen Zeit nach Abenteuer an!

Mein Flieger der mich von Wien nach Sibiu bringen sollte, hatte einen Platten, so hatten wir ein wenig Verspätung.

Als wir aufs Rollfeld gefahren wurden sah ich eine kleine zweimotorige Propellermaschine mit nur knapp 80 Sitzplätzen. Da kam mir gleich Tim und Struppin auf Ihrer Reise nach Moldavien in den Sinn…

Mit etwas Verspätung kam ich dann wohlbehalten in Sibiu an. Ionu holte mich wie versprochen am Flughafen ab und wir traten unsere knapp dreistündige Fahrt in die Berge an.

Die Gegend ist wohl eine der reicheren Rumäniens und trotzdem sieht man auf den Dörfern das klassische Bild wie wir es hier aus dem Fernsehn kennen. Alte Häuser, teils schlecht in schuss, die heute keinem „deutschen Standard“ mehr entsprechen würden. Straßenhunde, Leute die mit dem Pferdekarren durch die Gegend fahren. 

Wir fuhren stetig bergauf. Der Weg dorthin führte uns über gut ausgebaute Straßen durch kleine Dörfer und viel Wald, vorbei an einem Stausee mit wunderschöner Landschaft.

Lediglich die letzten 14km waren eine Schotterpiste, gespickt mit großen Steinen und vielen Schlaglöchern. 

Poarta Raiului liegt auf fast 1600m Höhe und ist ein, naja, Hochplateau, gesäumt von noch höheren Bergen. (Ja ich weiß, die Österreicher sagen dazu Hügel ;) )

Dort finden sich mehrere kleine Hotels in sonst nahezu Zivilisationsfreien Landschaft. 

Wir befinden uns dort über der Nadelbaumgrenze. 

Das Hotel zeigt vier Sterne an. Die wird es wohl nach unseren Maßstäben nicht ganz haben, ist aber trotzdem super.

Ich bin ein paar Tage früher angereist um noch etwas mehr als das Turnier zu erleben.

Freitag habe ich dann mit Henry und den Jungs von Bearpaw Romania noch den restlichen Parcour für das Turnier aufgestellt.

Im Laufe des Tages reisten dann auch die anderen Schützen an. Am Einschießplatz tummelten sich bis zur Dunkelheit immer eine Menge Schützen die entweder ernsthaft trainierten oder einfach gemeinsam schossen, Bögen tauschten und fachsimpelten.

Die Gespräche liefen in der Regel auf englisch, da viele Nationen vertreten waren.

Deutschland stellte nur zwei Schützen. (Das muss sich im nächsten Jahr ändern, eine solch tolle Veranstaltung ist die Reise auf jeden Fall wert).

 

Das Turnier:

 

Was bedeutet „Killturnier“?

Schüsse bis max 28m.

Kaum ein Schuss bei dem man einfach aufrecht stehen und schiessen kann.

Nur Killtreffer zählen. Körpertreffer geben Punktabzug.

Viele Äste, Gebüsch, Tunnelschüsse und kniende Schusspositionen.

Henry sagt: „Ich stelle dem Schützen mit jedem Schuss eine Aufgabe“.

Und genau das macht für mich den Reiz aus. Nicht einfach den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem man die Distanz vergrößert, sondern echte Herausforderungen die man gezielt trainieren muss.

Am ersten Turniertag kam es beim Start zu ein wenig Verspätung.

Wir hatten etwa 13Grad, kalten Wind, zwischendurch Regen und Hagel. Der Start mit kalten Fingern machte es allen ein wenig schwerer. Als wir dann im Wald waren, wo der Wind nicht mehr so zu spüren war, kam dann aber alles gut ans Rollen.

Die Schüsse sind wie gewohnt knackig gestellt. 

Distanzen bis max. etwa 28m. Wobei es nur drei Schüsse gab, die wirklich über 20m standen.

Was aber nicht bedeutet, dass die kurzen Distanzen leicht zu schiessen sind.

Es gab wiedermal geniale Schüsse, wie kniend unter der Straße durch eine Betonröhre auf ein Javelina. Oder die schwimmenden Enten im Bach.

Die Enten boten den nachfolgenden Gruppen ein tolles Spektakel. Wer vorbei schoss, musste rennen, denn die Strömung nahm den Pfeil sofort mit. 

Der Dopingstand wurde von einem der Hotels betreut. Es gab Gulasch, welches am Ort zubereitet wurde und in einem riesen Topf auf dem Feuer kochte. Die Versorgung mit Essen und Getränken war super.

Es war ein solches Erlebnis in dieser Landschaft gemeinsam mit tollen Leuten zu schiessen, dass wir nach dem Turnier wieder zum Einschiessplatz gingen und nur vom Abendbrot unterbrochen bis zu Dämmerung unsere Pfeile fliegen ließen.

Am Samstagabend gab es Livemusik einer lokalen „Rockband“, ein riesen Lagerfeuer, Glühwein und Țuică.

Diesen verbrachte ich mit den Schützen von „Instinctive Archery Israel“ und des „BSC Holzmichl“.

Der Abend war lang, die Nacht kurz, die Stimmung gut. Irgendwann machten wir uns, wohl gegen halb zwei auf in Richtung Bett. Wir planten eine halbe Stunde für den Rückweg ein, obwohl es wohl nur etwa 70m bis zum Hotel waren. Vielleicht lag es am Țuică, vielleicht am Whiskey, ich weiss es nicht. Wir waren aber schneller im Bett als befürchtet. in den Nächten gab es Frost, trotz des Sommers.

Am Sonntag morgen kamen wir nach einer sehr kurzen Nacht nur schwer aus dem Bett. Die Sonne versprach uns aber einen wärmeren Tag als den Tag zuvor. 

Am Morgen gab es einen Schiesswettbewerb mit KO-System. Einer der rumänischen Schützen spendete für diesen vier selbstgebaute Messer und ein Beil. Am Ende blieben fünf Sieger übrig.

 Es ist bewundernswert, wie viel Einsatz und Hingabe viele Schützen einbringen!

Am zweiten Tag schossen wir eine Hunterrunde. So kamen wir schneller zum Finale.

Das Finale ist ein Spektakel für sich.

Die besten treten im Losverfahren gegeneinander an.

So kann es sein, dass Kinder gegen Erwachsene schiessen, Männer gegen Frauen usw.

Das Los entscheidet. 

Die Finalisten müssen zuerst eine ca. 80m Strecke rennen (hier kann man schonmal Zeit gut machen), dann werden an der Schiesslinie der Bogen und die Pfeile (es macht Sinn viele Pfeile dabei zu haben) aufgenommen und es wird auf einen Luftballon, der in in der Killzone eines 3D-Tieres befestigt ist, auf ca. 18m geschossen. Wer den Ballon zuerst zum Platzen bringt, der ist eine Runde weiter, der andere ist raus - das ganze in 50 Sekunden. Wenn zwei Finalisten den Ballon nicht treffen und die Zeit abläuft, dann sind beide raus.

Um den Druck zu erhöhen, natürlich unter den Augen der jubelnden Zuschauermenge.

 

Mein Fazit:

 

Ich habe mich am Abend vor der Abreise gleich für nächstes Jahr angemeldet….